Menschen mit Behinderungen
Inklusion durch Weiterbildung

Münster -

Das Kursbuch mit den Bildungsangeboten für Menschen mit Behinderungen ist dicker denn je. Ob kochen, fotografieren oder schwimmen – das Angebot der Evangelische Familienbildungsstätte (Fabi) ist vielfältig. Schließlich will die Fabi mit dem Programm „Menschen mit Behinderung bilden sich weiter“ den Kursteilnehmern gleichberechtigte Teilhabe am Leben ermöglichen, wie es Projekt-Leiterin Jeanette Thier formuliert.

Mittwoch, 26.12.2018, 15:00 Uhr aktualisiert: 26.12.2018, 15:19 Uhr
In der Fabi hat sich Thomas Wendt zum Co-Kursleiter im Volkstanzkursus fortgebildet. Nun unterstützt er den Kursleiter. Foto: Pjer Biederstädt

Bildung für Menschen mit Behinderungen werde oft an den Defiziten orientiert verstanden, erklärt auch Barbara Stober, Vorsitzende des Trägervereins. Das Fabi-Angebot setze jedoch auf die Stärken der Menschen, was zu gemeinsamem Lernen führe. Schließlich sei Inklusion kein Konzept, sondern eine Haltung.

Wie benutze ich ein Smartphone, wenn ich blind bin? Wie halte ich mich im Alter im Kopf fit? Und wie geht man eigentlich richtig mit Geld um? Mit der Beantwortung dieser und vieler anderer Fragen gibt die Fabi den Menschen mit Behinderungen das Rüstzeug für das alltägliche Leben mit auf den Weg.

Um dieses breite Kursangebot auf Dauer aufrechterhalten, weiter ausbauen und mit Fachkräften begleiten zu können, ist die Fabi auf Spenden angewiesen. Entsprechend groß war die Freude bei Rob Wiltschut, Leiter der Familienbildungsstätte, und seinem Team, als sie erfahren haben, als Projekt bei der WN-Spendenaktion dabei zu sein.

Die Projekte der WN-Spendenaktion 2018

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  • Unseren Mitmenschen helfen - besonders jenen, die in einer akuten Notsituation sind: Das ist der Leitgedanke der WN-Spendenaktion.  Wir stellen Ihnen alle vier Projekte aus Münster vor.

    Unseren Mitmenschen helfen - besonders jenen, die in einer akuten Notsituation sind: Das ist der Leitgedanke der WN-Spendenaktion.  Wir stellen Ihnen alle vier Projekte aus Münster vor. 

    Foto: diverse
  • Weiterbildung und gesellschaftliche Teilhabe - davon sind Menschen mit Behinderung oft ausgeschlossen. Um sich weiterzubilden und gegenseitig zu bestärken, gibt es das Fabi-Bildungsprogramm "Menschen mit Behinderung bilden sich weiter" der Evangelischen Familienbildungsstätte. Es setzt darauf, dass die Teilnehmer des Projektes nicht nur selbst lernen, sondern mit dem erlangten Wissen selbst Kurse für andere Betroffene durchführen können, so wie Thomas Wendt (rechts), der Co-Leiter eines Tanzkurses ist.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Das Angebot des Projektes ist groß. Es geht um Gesundheit, Sport, Ernährung, Computer, Reisen oder Kultur – die Liste ist lang. Inklusion ist kein Konzept, sondern eine Haltung, so Barbara Stober, Vorsitzende des Trägervereines. Spendenkonto-IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

    Foto: Familienbildungsstätte
  • Wenn die Krankheit einen Menschen langsam in den Tod begleitet, dann haben die meisten einen letzten Wunsch. Doch wie kommt man als todkranker Krebspatient aus dem Krankenhaus in das Stadion seines Lieblings-Fußballvereines? Oder ans Meer? Oder ein letztes mal nach Hause? Zu diesem Zweck gibt es die Wünschewagen-Hotline des Arbeiter-Samariter-Bundes: um Menschen das vielleicht letzte mal glücklich zu machen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Erfüller der Wünsche arbeiten ehrenamtlich, sie benötigen eine Schulung und Ausstattung. So entstehen pro Jahr für jeden Mitarbeiter Kosten in Höhe von etwa 1500 Euro. Um das Team auf 120 Mitarbeiter aufstocken zu können, um noch mehr Menschen den letzten Wunsch zu erfüllen, ist der Wünschewagen auf Spenden angewiesen. Spendenkonto-IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

    Foto: ASB
  • Bis vor nicht allzu langer Zeit galt Lublin als eine der ärmsten Regionen in der EU. Zwar sieht das mittlerweile anders aus, dennoch fehlt es vielerorts gerade im sozialen Bereich. Um das zu ändern, stärkt Münster die Region durch eine Städtepartnerschaft. Verantwortlich dafür ist auch der Förderverein Münster-Lublin, der lokale Projekte unterstützt. 

    Foto: privat
  • Neben einem Heim für obdachlose Frauen und alleinerziehende Mütter möchte der Verein nun mit Hilfe der Evangelischen Kirchengemeinde drei weitere soziale Projekte unterstützen: ein Kinderhospiz und zwei Schulen, eine für gehörlose, die andere für blinde Schüler. Spendenkonto-IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

    Foto: Einrichtung
  • Nach einer erfolglosen Chemotherapie stellt eine Knochenmarktransplantation für Krebspatienten oft die letzte Hoffnung dar. Mit der Transplantation geht aber auch eine wochenlange Isolation einher. Der Freundeskreis KMT Münster setzt sich dafür ein, diese Zeit so erträglich wie möglich zu gestalten.

    Foto: Freundeskreis KMT Münster
  • Das Transplantationszentrum in Münster soll um 20 Zimmer erweitert werden. Der Freundeskreis KMT Münster sammelt Spenden für neue Laborgeräte, Trainingsgeräte, E-Book-Reader und Spezialfernseher, die das Immunsystem der Patienten nicht beeinträchtigen. Spendenkonto-IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

    Foto: Matthias Ahlke

Durch die Berichterstattung in dieser Zeitung ist das Fabi-Projekt mittlerweile in aller Munde. „Man redet darüber. Ich habe den Eindruck, dass wir sehr gut wahrgenommen werden. Und ich habe auch schon einige positive Rückmeldungen bekommen“, lautet Wiltschuts Zwischenbilanz. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Menschen, die das Projekt bisher schon unterstützt haben. Und freut sich über alle, die hinzukommen.

Leser helfen mit Herz

Die Projekte:

Wünschewagen

Knochenmarkzentrum

Bildung & Behinderung

Spendenkonto-IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

Sparkasse Münsterland Ost

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