„Vakuum“
Eher ein Fernsehdrama

Dreieinhalb Jahrzehnte schon führen Meredith (Barbara Auer, „Nachtschicht“) und André (Robert Hunger-Bühler, „Gier“) eine glückliche Ehe, nach wie vor gehen sie liebevoll miteinander um, begehren sich, leben ein erfülltes Leben. Doch dann, kurz vor der anstehenden Leinenhochzeit, erfährt Meredith bei einer Routineuntersuchung, dass sie HIV-positiv ist.   

Donnerstag, 14.03.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 17:32 Uhr
Meredith (Barbara Auer) hat erfahren, dass sie HIV-positiv ist. André (Robert Hunger-Bühler) ahnt noch nichts. Foto: RealFiction

Infiziert haben kann sie nur ihr Mann. Wie sich dann herausstellt, besucht er regelmäßig Bordelle. Die im buchstäblichen Sinn gekränkte Meredith muss sich nun – von einem Tag auf den nächsten – nicht nur um ihre Gesundheit sorgen, sondern auch der Frage nach dem Status quo ihrer Ehe nachgehen. Soll sie sich trennen, nach all den Jahren? Ein Verlust an Liebe war ja nie zu bemerken. Wäre sie danach nur noch Teil eines in die Brüche gegangenen Ganzen? Wie aber sollen sie gemeinsam weiterleben nach einem derartigen Vertrauensbruch? „Vakuum“ ist vor allem ein Renommierstück für Barbara Auer , die hier alle Nuancen ihrer Figur beeindruckend sicher zu Tage fördert. Leider inszeniert die Schweizer Dokumentarfilmerin Christine Repond („Nicht das Leben“) eher auf dem ästhetischen Niveau eines Fernsehdramas. Das ist nicht schlimm, aber auch kein großes Kino.

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