Comeback-Gerüchte
Mamma Mia! Kommt Abba zurück?

Stockholm -

Sie waren das Pop-Märchen schlechthin: die vier Schweden, die sich nach den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen den einprägsamen Namen „Abba“ gaben und mit dem furiosen „Waterloo“-Song und schrillen Klamotten im Jahr 1974 den „Grand Prix Eurovision“ gewannen – wie der heutige Eurovision Song Contest damals noch genannt wurde. Ein Quartett aus zwei glücklichen Paaren, dessen Männer als Songschreiber einen Hit nach dem anderen heraushauten – und dessen Frauen so attraktiv waren, dass man kaum bemerkte, wie gut sie nebenbei noch sangen. Honey Honey.

Donnerstag, 27.10.2016, 17:10 Uhr

Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad  (v. l.) waren ebenso ein Paar wie Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus. Neben ihrer Musik und den bemerkenswerten Auftritten war das der Stoff für hübsche Geschichten.
Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad  (v. l.) waren ebenso ein Paar wie Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus. Neben ihrer Musik und den bemerkenswerten Auftritten war das der Stoff für hübsche Geschichten. Foto: dpa

Im Jahr 1982 trennten sie sich, schon lange hatte es Gerüchte um Unstimmigkeiten gegeben – das Märchen war zu Ende. Doch immer wieder tauchten unter den Fans Wünsche und Vermutungen auf, es könnte ein Comeback geben.

Bei Björn und Benny – Abba-Musiker darf man beim Vornamen nennen! – waren die Bewunderer noch auf der sicheren Seite, denn die beiden harmonierten weiterhin prächtig als kreative und geschäftstüchtige Autoren: Mit dem Musical „ Mamma Mia!“ und dem nachfolgenden Hollywood-Film gelang ihnen sogar das Kunststück, die Abba-Manie der 70er Jahre einer neuen Generation einzupflanzen.

Aber die Frauen! Anni-Frid, schon immer als extrovertierterer Teil des singenden und tanzenden Duos angesehen, tauchte öfter mal bei großen Anlässen auf, machte musikalisch aber international nur wenig von sich reden. Und Agne­tha, der blonde Inbegriff des Schweden-Mädels, zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, brachte aber hin und wieder eine CD auf den Markt, über die interessierte Hörer respektvoll raunten: Sieh an, sie kann es noch.

1974 freuten sich Benny Andersson, Anni-Frid Lyngstad, Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus über den Sieg beim Grand Prix d'Eurovision.

1974 freuten sich Benny Andersson, Anni-Frid Lyngstad, Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus über den Sieg beim Grand Prix d'Eurovision. Foto: dpa

Nur noch Solo-Projekte

Nur gemeinsam mochten sie nicht mehr. Sei es, weil beide Paare ihr persönliches Ehe-Waterloo erlebt hatten, sei es, weil sie nicht die richtige Form für ein professionelles Miteinander fanden. Gern wurde über einzelne Auftritte anlässlich spektakulärer Hochzeiten spekuliert, zumal die vier Schweden ja ihrem Königshaus gegenüber sehr wohlgesonnen wirkten. Aber nein – stattdessen legten sich diverse Abba-Revival-Bands ins Zeug, um den Sound der großen Vorbilder in Konzerten nachzuspielen oder ein bisschen Humor damit zu verbinden: „Björn again“.

Comeback im kommenden Jahr?

Um so erstaunlicher ist die neue Mitteilung eines „gemeinsamen Projekts“. Die Details sollen im kommenden Jahr bekanntgegeben werden, schreibt die Deutsche Presseagentur (dpa). Benny Andersson lässt sich in der Mitteilung mit den Worten zitieren: „Eine Zeitmaschine, die die Essenz dessen festhält, was wir waren. Und sind.“ Anni-Frid Lyngstad ergänzte: „Ich hoffe, diese neue Abba-Kreation wird sie (die Fans) so sehr begeistern wie sie mich begeistert!“

Gerüchte gab es schon häufiger

Spekulationen, dass es doch noch einmal zu einem Comeback der Band kommen könnte, wurden zuletzt im Juni genährt, als sich die Pop-Legenden gemeinsam auf der Bühne zeigten, um 50 Jahre Zusammenarbeit zwischen Benny Andersson und Björn Ulvaeus zu feiern. Ein Facebook-Foto hat viele Fans in Ekstase versetzt, berichtet dpa. Es zeigt die vier Mitglieder, wie sie sich auf der Bühne umarmen. Sogar ein Lied sollen sie gemeinsam gesungen haben.

Alles wegen „Money Money Money“?

Was Agnetha, Benny, Björn und Anni-Frid nun tatsächlich planen, wollen sie erst im kommenden Jahr bekanntgeben. Vielleicht wird dann auch klar, was ihre Motivation ist, es nach so langer Zeit noch einmal gemeinsam zu versuchen. Denn nach all den Erfolgen bis zum „vorläufigen“ Ende der Band-Karriere 1982, nach unzähligen Schallplatten-Verkäufen und Tantiemen, dürfte der Hauptgrund eigentlich nicht „Money Money Money“ heißen.

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