Entscheidungshilfe im Netz
Wahl-O-Mat zur Europawahl ist online

Welche Partei soll ich wählen? Diese Frage stellt sich vor Abstimmungen immer wieder. Gerade bei der Europawahl mit vielen weniger bekannten Parteien fragen sich viele Bürger, wem sie ihre Stimme geben sollen. Der Wahl-O-Mat hilft bei der Entscheidung.

Freitag, 03.05.2019, 14:57 Uhr aktualisiert: 03.05.2019, 15:00 Uhr
Foto: Carmen Jaspersen

Berlin (dpa) - Wer Entscheidungshilfe für die Europawahl am 26. Mai braucht, kann ab sofort den Wahl-O-Maten der Bundeszentrale für politische Bildung nutzen.

Unter www.wahl-o-mat.de/europawahl2019 finden sich 38 Thesen zu unterschiedlichen Feldern der EU-Politik, die Nutzer mit «stimme zu», «neutral» oder «stimme nicht zu» bewerten können. Am Ende kann man seine Antworten mit den Positionen von bis zu acht Parteien abgleichen lassen, ein Prozentwert zeigt den Grad der Übereinstimmung an.

Den Wahl-O-Maten gibt es seit 2002. Er soll vor allem junge Menschen für Landtags-, Bundestags- und Europawahlen mobilisieren. Inzwischen sei die Nutzung des Online-Angebots aber zum «demokratischen Volkssport» geworden, sagte der Präsident der Bundeszentrale, Thomas Krüger, am Freitag in Berlin bei der Vorstellung des Wahl-O-Maten für die Wahl zum EU-Parlament. Nach Angaben der Zentrale wurde der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 knapp 15,7 Millionen Mal gespielt und zur letzten Europawahl 2014 knapp 3,9 Millionen Mal.

Die Thesen wurden von 24 Jugendlichen entwickelt, die sich für das Redaktionsteam beworben hatten. Die Teilnehmer wurden von Wissenschaftlern beraten, damit am Ende nur nach Themenfeldern gefragt wird, bei denen die EU auch etwas entscheiden kann - so gibt es zum Beispiel keine Frage zur Bildungspolitik, weil dafür die jeweiligen EU-Staaten selbst zuständig sind. Insgesamt 41 Parteien haben sich dann zu diesen Fragen positioniert.

Der Online-Fragebogen wie auch die Bundeszentrale insgesamt werden aus Steuergeldern finanziert. Die Kosten für die Entwicklung des Wahl-O-Maten zur letzten Bundestagswahl beliefen sich laut Bundeszentrale auf etwa 60 000 Euro, die Kosten für das Angebot zur Europawahl lägen in einer ähnlichen Größenordnung.

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